Ljubljana ist das politische und kulturelle Herz der slowenischen Nation. Die Stadt ist ein wichtiges europäisches Handels-, Geschäfts-, Messe- und Kongresszentrum sowie das Verkehrs-, Wissenschafts- und Bildungszentrum Sloweniens.
Eine menschenfreundliche Stadt
Wie Einwohner und zahlreiche Besucher bestätigen, ist Ljubljana tatsächlich eine menschenfreundliche Stadt. Als mittelgroße europäische Stadt bietet sie alles, was eine Metropole bietet, und bewahrt sich dennoch die Freundlichkeit einer Kleinstadt.
Ihre geografische Lage im Herzen Europas machte Ljubljana zu einem natürlichen Treffpunkt für Händler und Soldaten – und mehr als einmal auch für Friedensstifter. Die Sieger der Napoleonischen Kriege wählten diese friedliche Stadt als Ort für den Kongress der Heiligen Allianz, der 1821 die politische Landkarte Europas für Jahre festlegte.
Altes trifft Neues
In Ljubljana trifft Altes auf Neues, und es scheint, als hätte die Geschichte die fünf Jahrtausende der Besiedlung genutzt, um die Stadt darauf vorzubereiten, Hauptstadt der Nation zu werden. Sie hat Spuren aus allen Epochen ihrer reichen Geschichte bewahrt: vom Erbe des römischen Emona über Renaissance, Barock und Jugendstil, die sich in den Hausfassaden und verzierten Portalen der Innenstadt zeigen, bis zu den romantischen Brücken über die Ljubljanica, den schiefen Dächern und einem Park, der bis tief ins Stadtzentrum reicht. Hier begegneten sich östliche und westliche Kulturen, und das italienische Kunstverständnis verband sich mit der Bildhauerästhetik mitteleuropäischer Kathedralen.
Ihr heutiges Aussehen verdankt die Stadt teils dem italienischen Barock und teils dem Jugendstil, dem Stil der zahlreichen Gebäude, die unmittelbar nach dem Erdbeben von 1895 entstanden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das moderne Ljubljana vom ausgeprägten persönlichen Stil Jože Plečniks geprägt, eines großen europäischen Architekten und Sohnes der Stadt. Ergänzt wurde das Stadtbild von seinen modernistischen Nachfolgern und den Werken der „Neuen Welle“ anerkannter junger Architekten. All die verschiedenen Facetten Ljubljanas fügen sich harmonisch zu einem einzigen Bild.
Eine Stadt der Kultur
Ljubljana ist eine Stadt der Kultur. Hier gibt es zahlreiche Theater, Museen und Galerien und eines der ältesten Philharmonieorchester der Welt. Die erste Musikgesellschaft Sloweniens, die Academia philharmonicorum, wurde 1701 gegründet. Sie pflegte die Barockmusik und förderte die Entwicklung des Musiklebens in dieser Region. Zu ihren Ehrenmitgliedern zählten so berühmte Komponisten wie Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms sowie herausragende Musiker wie der Geiger Niccolò Paganini. 1881 bis 1882, ganz am Anfang seiner Karriere, war Gustav Mahler hier Dirigent.
Für die Menschen in Ljubljana ist Kultur eine Art zu leben und zu denken und fester Bestandteil des Alltags. Jedes Jahr finden in der Stadt über 10.000 Kulturveranstaltungen statt, darunter 10 internationale Festivals. Einwohner und Besucher können Künstler aus allen Bereichen erleben – von Musik, Theater und bildender Kunst bis zu Alternativ- und Avantgardekunst. In den wärmeren Monaten füllen die Tische und Stühle der vielen Cafés die Ufer der Ljubljanica und die alten Marktplätze. Hier treffen sich die Einheimischen nach dem fast obligatorischen Samstagsbesuch auf dem Markt oder dem Sonntagsflohmarkt zum Morgenkaffee oder abends zum Plausch mit Freunden.
Eine moderne und lebendige Stadt
Der erste Eindruck, den Besucher von Ljubljana gewinnen, ist der einer außergewöhnlich jungen Stadt. Über 50.000 Studierende leben hier und verleihen ihr eine besondere Atmosphäre. Da in Ljubljana vier slowenische Regionen aufeinandertreffen, bieten die zahlreichen Restaurants und Gasthäuser eine große Auswahl regionaler Spezialitäten, ganz zu schweigen von hervorragenden Weinen. Nicht umsonst gilt Ljubljana als „Stadt des Weins und der Reben“. Früher war sie das Zentrum des Weinhandels in der Region, und schon die Bewohner der römischen Siedlung Emona pflanzten Reben an den Hängen unterhalb der heutigen Burg. Heute ziehen die renommierten Institute und die Universität Wissenschaftler an, und Künstler kommen wegen der weltbekannten Grafikbiennale, der Kunstakademie und der unzähligen Galerien. Internationale Geschäftsleute, Ökonomen und Fachleute aus allen Bereichen besuchen regelmäßig die vielen Geschäftstreffen, Kongresse, Ausstellungen und Messen der Stadt.
Kurz gesagt: Ljubljana ist eine Stadt, in die man gern zurückkehrt – sei es beruflich oder wegen schöner Erinnerungen an frühere Besuche. Sie ähnelt einer Reihe anderer angenehmer europäischer Städte und ist doch anders. Und wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass Ljubljana ein interessanter, hübscher und freundlicher Ort ist, fragen Sie einfach die Einheimischen – sie lieben ihre Stadt. Wie könnte es auch anders sein bei einem Namen, der einer Theorie zufolge „die Geliebte“ bedeutet?
